Hundeerziehung – Kurz und knackig

Table of Contents

Das Internet, eine Flut an fachkundigen Informationen.

In der digitalen Welt findet man nebst zahlreichen Büchern eine Menge über Hundeerziehung. Man wird förmlich überflutet von Informationen und am Ende des Tages passiert es nicht selten, dass man teils irritiert, teils erschrocken und ausgelaugt da sitzt und nun erst recht nicht mehr weiß, wie man den Wunsch nach einer harmonischen Mensch-Hund-Beziehung erreichen könnte.

Wir alle wollen doch nur das Eine (zumindest die Mehrheit der Hundehalter), bekanntlich glückliche Hunde! Doch die Vorstellungen darüber, wie wir unseren Hund halten, bzw. erziehen, gehen weit auseinander. Meines Erachtens ist das Thema „Erziehung“ an sich sehr komplex. Viele Parallelen finden sich auch in der Kindererziehung. Jeder will es richtig machen, am liebsten perfekt, doch passieren gerade hier die meisten Fehler. Das ist ja auch menschlich! Fehlerfrei geht nichts! Problematischer wird es bei unseren Hunden, da wir deren Sprache nicht verstehen.

Die „Nonplusultra-Methode“ gibt es nicht!

Nichts ist in Stein gemeißelt! Stetig verändert sich die Menschenwelt, so auch die Tierwelt! Auch Verhaltensforscher werden aufgrund der stetigen Veränderung stetig weiter forschen. Und das ist auch der Grund, warum mein Bericht sehr kurz wird und ich hier sicherlich keine Ratschläge über Hundeerziehung verbreiten werde. Vielmehr möchte ich in diesem Bericht allen Menschen, die sich für Hunde, insbesondere Hundehaltung interessieren, ans Herz legen, sich möglichst viel zu informieren und schlussendlich aus dem Bauchgefühl heraus und genauen Beobachten des eigenen Hundes zu agieren.

Jedoch gebe ich gerne, ganz unverblümt weiter, was ich bisher in meinen 16 Jahren als „Hundemama“ gelernt habe:

Informieren, Fachkenntnisse aneignen, die Hundesprache lernen und seinen Hund beobachten. Denn jeder Hund und jeder Hundehalter ist ein Individuum und daher ist es nicht möglich, die eine „richtige“ Methode für alle Hunde zu finden. Bei der Hundeerziehung geht es vielmehr, um Respekt und Vertrauen und das richtige Maß an Methoden für seinen Hund herauszufinden. Ob es hierbei um Dominanz, Rudelführer, positive Verstärkung u.v.m handelt, ist vollkommen wurscht. Wichtig ist vielmehr, das richtige Maß für sich und seinen Hund herauszufinden. Zu viel Dominanz und „harte Hand“ ist meines Erachtens genauso schädlich wie zu viel positive Verstärkung oder Vermenschlichung.

Fach-Arroganz und Klugscheißerei

Wie bereits erwähnt, im Netz wird man förmlich überflutet an Informationen und gelegentlich findet man Seiten mit „angeblichen“ Experten auf diesem Gebiet. Ich erwähne dies mit Absicht und unverblümt, weil es hier Menschen gibt, die mit ihrer Arroganz andere Menschen zu falschen Handlungen verleiten können. Mir platzt regelrecht der Kragen, wenn ich Aussagen wie folgende lesen muss:
– Der Großteil der Hundehalter verblödet seine Hunde
– Wenn doch nur jeder Hundehalter die „hündischen“ Methode, wie ich sie ausführe, annehmen würde,
dann gäbe es keine Problemhunde mehr…
– Weil ich die einzig richtige, hündische Erziehung durchführe, komme nur ich mit allen Hüte- und
Problemhunden zurecht
– Weil ich einen zentralen Leithund führe, kann ich alle Problemhunde führen…

Oh, wie ich diese Ich-Menschen, Klugscheißer und an Selbstüberschätzung strotzende Menschen abstoßend finde. Sorry, aber nach meinen Erfahrungen kam da noch nie etwas Gutes dabei heraus, wenn jemand dermaßen von sich überzeugt ist. Ähnliche Aussagen, vorwiegend in der Ich-Form, findet man dort zuhauf. Und dies von einer Person, die sich noch nie der Verhaltensforschung von Wölfen und Hunden gewidmet hat und erst seit dreieinhalb Jahren ihren ersten Hund besitzt.

Auch hierzu verliere ich keine weiteren Worte. Mit diesem Beispiel möchte ich nur zeigen, dass nicht alle Menschen, die sich als „Experte“ schimpfen, nicht immer Experten, bzw. ausgesprochen Hundeerfahren sind.

Wertvolle und interessante Bücher

Nachfolgend führe ich die Bücher auf, die mir geholfen haben, meinen Hund besser zu verstehen und unsere Mensch-Hund-Beziehung harmonisch und vertrauensvoll abläuft. Natürlich mache ich auch immer wieder Fehler, das bleibt nicht aus. Alleine schon aus dem Grund, weil ich nicht jeden Tag gleich gut drauf bin und ich vielleicht auch mal an einem Tag etwas abgelenkt bin und dadurch meinen Hund nicht richtig lesen kann. Doch in der Summe ist dieses Wissen, das ich aus den Büchern von Günther Bloch ziehen kann, eine wertvolle und großartige Hilfe!

Autor: Günther Bloch
1) Der Wolf im Hundepelz
2) Wölfisch für Hundehalter
3) Der Mensch-Hund-Code
4) Mein Hunde-Wissen


Resümee:

Selbstverständlich wünscht sich jeder Hundehalter eine harmonische Hund-Mensch-Beziehung. Folglich informiert man sich (der eine mehr, der andere weniger) bezüglich Hundeerziehung, Hundesprache und mehr und nimmt an Kursen teil. Ich erlaube mir, als „einfache Hundehalterin“, mit einer Erfahrung von mehr als 16 Jahren – 10 Jahre mit einer Samojedenhündin und bisher 6 Jahre mit Nikan, er ist ein intakter Rüde und ein zentraler Leithund – euch folgende Erkenntnisse mitzuteilen:

Aufgrund meiner Erfahrung als mehrjährige Hundehalterin, durch Austausch mit vielen Hundehaltern, vertrete ich die Meinung, es gibt keine Hundeerziehung, die allen Hunden sowie Hunderassen gerecht wird! Ich weiß, ich wiederhole mich, aber es ist von großer Bedeutung. Wenn man von einer Person derartige Aussagen liest oder hört, sollte man dem wenig Glauben schenken.

Meine Vorgehensweise ist immer dieselbe, schon mein Leben lang, egal in welcher Thematik:
Ich sauge mir möglichst viel Wissen ein und sammle Erfahrungen, so gut ich nur kann. Schlussendlich entscheide ich mich aus dem Bauch heraus, was für mich – in diesem Fall – für meinen Hund und mich gut ist!