Hundesprache – Hündisch kommunizieren

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Zauberwort Energie.

Nikan wird im August 6 Jahre alt. Während dieser Zeit habe ich so einige Erziehungsmethoden kennengelernt, darunter auch sehr fragwürdige, die für mich persönlich mit zu viel Dominanz und Härte einhergehen. In den vergangenen Monaten jedoch wurde mir durch meine eigene Arbeit mit Energie im Gesundheitsbereich sowie durch neues Wissen offenbar, wie wichtig die Energiearbeit im Bereich Hundeerziehung ist und dass unsere Hunde untereinander vorwiegend über Energie kommunizieren. Bis ich allerdings zu dieser Erkenntnis gekommen bin, vergingen Jahre des Studierens und Ausprobierens verschiedenster Erziehungsmethoden.

Energiefeld

Wir alle haben unser eigenes Energiefeld, Menschen wie auch Tiere.  Unser Energiefeld schwingt stetig mit allen anderen Energiefeldern in unserer Umgebung. Leider wird dies von uns Menschen gerne vergessen, weil wir inzwischen zu sehr materiell oder wissenschaftlich denken.
Bis vor einiger Zeit ließ auch ich mich mehr von der materiellen, logischen und wissenschaftlichen Welt verleiten. Im Prinzip sollte mir durch meine Arbeit mit der Energie-Heilkunde, die ich im familiären Bereich seit 26 Jahren praktiziere, bekannt sein, dass wir die Energie bezüglich unserer Hunde und Hundekommunikation nicht außer Acht lassen dürfen! Doch, bis ich zu dieser Erkenntnis kam, richtete ich meinen Fokus verstärkt auf die moderne Hundeerziehung und vergaß dabei das Wichtigste.

Entspannte oder angespannte Energie

Während meiner Lehrzeit über die Energiearbeit fielen Worte wie positive oder negative Energie, schwarze oder weiße Energie. Wenn wir krank sind, dann können die Energien in uns nicht mehr fließen, sie sind blockiert. In der Tierwelt gibt es keine weiße oder schwarze Energie, sondern entspannte oder angespannte Energie. Dies bedeutet wiederum, wir müssen unsere Hunde beobachten und herausfinden, wie sie etwas machen, nicht, was sie machen!

Bevor ich noch näher dazu eingehe, erzähle ich euch folgendes Beispiel.

Wie ich in einem meiner Berichte erwähnte, bin ich dreifach Oma und betreue inzwischen mein drittes Enkelkind. Leute, ich bin ehrlich zu euch. Obwohl ich mich noch sehr fidel fühle, so bin ich leider stets sehr „angespannt“, wenn ich meinen Enkel bei mir habe. Dafür gibt es mehrere Gründe:
Zum einen bin ich als Oma, die ihren Enkel zweimal in der Woche für 8 Stunden betreut, es nicht mehr gewohnt, ein zweijähriges Kind stundenlang zu bespaßen und ich habe auch nicht mehr die Nerven dazu. Mein kleiner Lausbub macht gerade die Phase durch, wo er partout nicht selbst spielen möchte. Nicht umsonst heißt es, man sollte als junge Frau Kinder bekommen; je älter man wird, desto schwieriger wird es.
Zum Zweiten habe ich eine doppelte Verantwortung, da ich auf Enkelkind und Hund aufpassen muss.
Zum Dritten spüre ich diese Anspannung bedauerlicherweise auch körperlich, d. h., die Rheumaschmerzen melden sich wieder. Da ich aber weiß, dass dies nur vorübergehend ist, denn Stress und stetige Anspannung führen zu wiederkehrenden Schüben, versuche ich dies zu vergessen.

Angespannte Energie überträgt sich

Die Konsequenz daraus: Meine innere und körperliche Anspannung überträgt sich auf Nikan. Das lässt sich leider nicht vermeiden. Er spürt meine Anspannung und reagiert dementsprechend. Eine der typischen Merkmale hierfür ist, er fordert meine Aufmerksamkeit, indem er mit mir spielen will. Lange dachte ich, er wäre auf meine Enkelkinder eifersüchtig! Aber nein, es ist meine Energie, die ihn wiederum zur Anspannung bringt. Und hier kann ich dann ganz deutlich erkennen, wie er etwas macht!

Tatsächlich gab es auch mal Tage, als mein Enkel noch kleiner war und ich ihm nicht stetig hinterherspringen musste, da war ich viel entspannter. Dies machte sich wiederum bei Nikan bemerkbar, indem er größtenteils entspannt auf seinem Platz lag und schlief. Jedoch erst seitdem ich vor ein paar Monaten mich verstärkt mit diesem Thema beschäftigt habe, fallen mir diese, manches Mal winzige Details so richtig auf!

Ein weiteres Beispiel ist das Spazierengehen mit Kinderwagen und Hund. Ein enormer Unterschied! Abermals spürt Nikan meine Anspannung und dementsprechend verhält er sich zeitweise. Versuche ich mich zu entspannen, das gelingt mir meist dann, wenn ich singe oder pfeife, oh Wunder, auch Nikan entspannt sich und läuft wunderbar ruhig neben mir. Auch mein Enkel hat seinen Spaß und singt mit. So süß… Doch, wir alle sind nur Menschen und es gelingt mir nicht immer, leider.  

Merkmale der entspannten oder angespannten (auch dominanten) Energie


Schütteln und Strecken

In meinem Bericht „Rudelstellung“ habe ich bereits berichtet, dass bei Nikan das häufige Schütteln ein Zeichen für die Rudelstellung zentraler Leithund ist.

Doch Hunde schütteln sich auch dann, wenn sie etwas Unangenehmes oder Beängstigendes erlebt haben. Sie schütteln die schwere Energie ab, bevor sie zu Blockaden führen könnte. Sprich, damit sie kein Trauma davon tragen müssen oder dadurch evtl. Krankheiten hervorgerufen werden könnten, schütteln sie sich. Die Natur ist sehr intelligent, denn sie weiß, dass sich diese schweren Energien im Energiesystem eines Lebewesens ablagern würden; demzufolge schütteln sich die Hunde, wie auch all die anderen Säugetiere.


Schüttel Meditation


Im Laufe meiner Lehrzeit über die Energiearbeit lernte ich auch die ein oder andere Meditation. Sehr lange war ich für solche Arten an Entspannungsübungen nicht zugänglich und weigerte mich innerlich. Vor allem auch deswegen, weil es mir früher sehr schwerfiel, mich zu entspannen. Jedoch gibt es eine Art der Meditation, die mir damals schon sehr geholfen hat. Auch wenn es lustig klingen mag, es ist eine Meditation, bei der man sich zu einer ausgewählten Musik schüttelt! Sie hat mir damals sehr geholfen; es ist ein Gefühl, als würde man die Last und die Sorgen vom Körper schütteln. Unglücklicherweise geriet diese Schüttel-Meditation wieder ins Vergessen, da der stressige Alltag mich fest im Griff hatte. Doch gerade in stressigen Zeiten wäre es wichtig, jeden Morgen eine dementsprechende Meditation durchzuführen, damit man den Tag viel besser beginnen kann. Nikan, mein Hund, lebt es mir vor, und ich werde mir diese Technik nun wieder verinnerlichen und jeden Tag durchführen.

Weitere Merkmale

Ablecken

Wenn Nikan mich ableckt, achte ich genau darauf, wie er es macht. Ein Hund, der seinen Menschen respektvoll und mit nur wenigen Zungenlecker ableckt, ist entspannt. Wird ein Hundehalter jedoch von seinem Hund x-fach über Hände, Gesicht, Beine usw. abgeleckt, so ist dies eine dominante Energie. Nikan leckt mich gelegentlich mit nur wenigen Zungenlecker ab.
Dass er mich x-fach über die Hände, Gesicht usw. ablecken würde, das ist bei ihm glücklicherweise noch nie vorgekommen.


Riechen

Wenn ich vom Einkaufen nach Hause komme und meine Einkaufstaschen im Hausgang abstelle, kann ich genau beobachten, mit welcher Energie Nikan sie abriecht. Zu jener Zeit, als Nikan noch im Dauerstress war (nachzulesen im Bericht) sprang er förmlich auf mich zu und roch sehr lange und hektisch daran. Dies war damals eine angespannte/dominante Energie.
Heute jedoch kommt er entweder gar nicht mehr, oder aber, langsam angeschlendert, riecht ein- bis zweimal kurz an den Taschen und geht wieder.

Das ist im Übrigen völlig in Ordnung. Jedoch sollte man das dominante und hektische Riechen unbedingt unterbinden. Denn das hätte zur Folge, dass der Hund alles kontrolliert und ihm alles gehört, auch der Besuch! Damals wusste ich dies allerdings bislang nicht.

Weitere Merkmale für dominante Energien sind „auf Füßen sitzen und stehen“ und Umkreisen. Diese Verhaltensweisen sollten ebenfalls unterbunden werden.

Kommunikation über Energie

Inzwischen achte ich nicht nur darauf, wie Nikan etwas macht, sondern ich setze verstärkt meine Energie zur Kommunikation ein. Darauf gehe ich in einem weiteren Bericht ein, indem ich euch ein paar Beispiele zeige.

Nur so viel vorab. Ich habe erkannt, dass man über artgerechte Hundeerziehung mit Energie sehr viel erreichen kann, habe gelernt, meinen Hund zu lesen und unsere Mensch-Hund-Beziehung hat sich dadurch enorm verbessert!


Hunde kommunizieren untereinander vorwiegend mit Energie und wir Menschen müssen nur unseren „vergessenen Schatz“ wieder heraus graben. Wenn wir das verstanden haben, dann sind wir auf dem richtigen Weg, unsere Hunde besser zu verstehen!

Wie oben bereits erwähnt, werde ich in mehreren Berichten genauer darauf eingehen, anhand verschiedener Situationen, die uns im Alltag begegnen. Ebenso möchte ich noch im Detail auf gewisse Erziehungsmethoden eingehen, die meiner Meinung nach keine positive (weiße/entspannte) Energie auf den Hund übertragen, sondern eher das Gegenteil.