Neuer Weg, neues Ziel

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Harmonie und Vertrauen.

Mein Hund soll nicht nur funktionieren. Ich möchte keinesfalls stetig mit Kommandos auf ihn einschießen und Druck ausüben müssen. Vielmehr wünsche ich mir eine gesunde Hund-Mensch-Beziehung auf Basis von Vertrauen und Harmonie, die ich über die Körpersprache, hündische Kommunikation und Energieaustausch erreichen kann.

Bis vor einigen Monaten orientierte ich mich an unterschiedlichen Erziehungsschemen, die einem beibringen, wie der Hund funktionieren soll. Doch spürte ich instinktiv, dass dies nicht der richtige Weg war! Bis ich mich über eine Schlagzeile im Internet wieder an etwas zurückerinnerte, das ich vor langer Zeit gelesen und gelernt hatte, jedoch wieder in Vergessenheit geriet.

All das, was ich bisher über Tierkommunikation, Körpersprache und Energie gelernt habe, werde ich fortan wieder hervorholen, auffrischen, erneuern und ich möchte euch einladen, mich hierbei zu begleiten.

Ich werde euch in meinen Berichten keine detaillierten Praktiken zeigen oder beschreiben; dies kann man in vielen Büchern nachlesen oder auch in Seminaren erlernen (wer möchte, kann mich nach meinen Quellen fragen). Vielmehr berichte ich von meinen Erlebnissen, Erfolgen und auch Rückschritten, die Nikan und ich durch die artgerechte Tierkommunikation erleben werden. Ob dies jemand von euch „Interessierten und Lesern“ ebenso praktizieren möchte, das bleibt jedem selbst überlassen.
Denn jeder Hund und jeder Mensch ist ein Individuum und muss für sich selbst entscheiden, was für ihn und seinen Hund das Beste ist. Daher möchte ich noch einmal darauf hinweisen, all meine Berichte darüber sind nur meine persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse. Ich mache keine Werbung und will niemandem etwas suggerieren!

Zu all den bisherigen Erfahrungen und Erlebnissen, die ich mit meinem Hund machen durfte, sehe ich das Wissen über den Wolf und Hund sowie deren Psychologie als notwendig an. Demzufolge beschäftigte ich mich seit mehreren Monaten neben all den Methoden intensiv mit Günther Bloch und seinen Büchern. Seine Studien dienen mir als Basis und helfen mir, meinen Hund besser zu verstehen.

Einmal gelernt, uneingeschränkter Gehorsam?

Den gibt es nicht! Wer denkt, dass er seinen Hund nur einmal gründlich auszubilden braucht und er danach ein Leben lang wie ferngesteuert funktioniert, der liegt falsch! Derlei Aussagen, wie folgende, sind Blödsinn und machen mich wütend! Denn sie suggerieren dem Leser/Interessenten Folgendes: „Lerne du meine Erziehungsmethode für Hunde, dann wird dir dein Hund immer zu 100 % folgen!“ Das ist nicht richtig! Erstens ist jeder Hund ein Individuum, hat seinen eigenen Charakter mit Stärken und Schwächen. Hinzu kommt, dass die Erziehung eines Hundes ein lebenslanger Prozess ist und allzu gerne stellt der Hund diesen infrage. Das ist von den Hunden nicht böse gemeint, sondern ein ausgesprochenes kluges Verhalten. Unsere Hunde fragen immer nach, ob ihr Mensch tatsächlich nach wie vor als Respektsperson taugt oder nicht!

Manche Menschen vergleichen die Hundeerziehung mit der Kindererziehung. Bis zu einem gewissen Grad gibt es sicherlich Parallelen. Mit einem großen Unterschied! Die Kinder werden erwachsen, denken und handeln als Erwachsene vernünftig sowie logisch (sollten sie zumindest…). Ein Hund bleibt in gewisser Hinsicht immer ein Kind, er kann niemals logisch oder vernünftig denken. Demzufolge ist jeder einzelne Tag eine Herausforderung und erfordert eine stetige Beobachtungsgabe und Konsequenz. Nach mehr als 20 Jahren Erfahrung als Hundehalterin ( Nikan ist mein 2. Hund) kann ich dies nur bestätigen!


Seite an Seite – Gemeinsam gehen wir unseren Weg

Einen neuen Weg zu gehen, bedeutet positive Erlebnisse, aber auch Rückschritte akzeptieren zu müssen. Denn hierbei liegt es immer an uns Menschen/Hundehalter, mit welcher Energie wir an unserer Hund-Mensch-Beziehung arbeiten. Seit wenigen Wochen bereits kommuniziere ich mit meinem Hund über die Körpersprache und Energie. Es ist wunderbar, mit anzusehen, wie mein Hund mich plötzlich ganz anders wahrnimmt und wie sich unsere Verbindung festigt. Leider gibt es aber auch immer wieder Rückschritte, nämlich dann, wenn ich mit schwarzer/angespannter Energie den Tag, somit auch unsere Mensch-Hund-Beziehung beginne.

Unser Sonntagsspaziergang

Mittwoch, 26.06.2024.
Heute war ich richtig gut gelaunt und entspannt. Ich startete den Tag mit meiner Schüttel Meditation, habe auf diese Weise all meine negativen Gedanken und Sorgen weg geschüttelt. Ihr lacht vielleicht, doch so machen es auch die Hunde. Man kann viel von ihnen lernen.😉

Während unserer heutigen Runde habe ich zum ersten Mal kein Wort gesprochen! Ich erinnerte mich an eine Aussage über die Kommunikation der Hunde, und wollte dies an diesem Tag testen. Wie ich bereits erwähnte, praktiziere ich die Körpersprache zwischen Hund und Mensch schon länger, doch es fiel mir bisher unsagbar schwer, dies ganz und gar ohne Kommandos durchzuführen. Es gelang mir jedoch und so musste ich während unseres 1 1/2-stündigen Spazierganges insgesamt nur viermal ein Kommando sagen.

Nikan warf mir anfangs einen schier ungläubigen Blick zu und dachte sich vielleicht: „Ich glaube, meiner Chefin hat es die Sprache verschlagen!“ 😉Dieses ruhige, gar stumme nebeneinanderher laufen, war er von mir nicht gewohnt! Ich bin zwar sicherlich kein Mensch, der ständig quasseln muss, doch so ganz ohne Worte, das war auch für mich neu.

Warum darf ich mit meinem Hund nicht reden?

Laut einem Hundecoach sollte man es grundsätzlich vermeiden, mit seinem Hund zu sprechen. Er würde nur meine Energien verstehen, nicht meine Sprache! Zudem sollte man seinen Namen so selten wie möglich nennen.

Hierfür gibt es folgende Erklärung:

„Sobald man mit seinem Hund redet, würde man den Einfluss verlieren. Sprich, wenn man mit seinem Hund redet, würde er sofort verstehen, dass sein Hundehalter offensichtlich nicht verstanden habe, wie er kommuniziert. Es hätte etwas mit Vertrauen zu tun. Unsere Hunde verstehen bekanntlich unsere Sprache nicht, bis auf die Kommandos, die man ihnen beigebracht hat. Wie sollen sie jemandem vertrauen, den sie nicht verstehen?“

Klingt logisch, doch meines Erachtens kann unser Hund uns lesen, bzw. er spürt unsere Energie. Auch wenn er die Worte nicht versteht, so kennt er uns in- und auswendig und versteht uns sicher manches Mal besser, als wir meinen.

An diesem besagten Tag habe ich es unterlassen, auf ihn ein zu quasseln. Tatsächlich orientierte er sich mehr an mir als zuvor. Nur war es wirklich, weil ich stumm geblieben bin, oder vielmehr, weil er verunsichert war, da er mich so nicht kannte? Unumstritten ist natürlich, dass die Körpersprache die deutlichste Sprache für die Hunde ist. Sie reagieren hervorragend auf Bewegungen, da sie Jäger sind, sowie auf unsere Energien.

Nach diesem Tag und dem Versuch, ohne Worte mit Nikan zu kommunizieren, war ich einerseits positiv überrascht, andererseits aber nicht wirklich überzeugt von der stummen Variante. Ich gebe zu, der Unterschied von vorherigen Spaziergängen zu heute war deutlich zu sehen. Die Leine war locker, Nikan war entspannt, ich war entspannt. Zog er dann doch mal nach vorn, grenzte ich seinen Raum ein, indem ich meinen Oberkörper zu ihm richtete und meine Hand zur Begrenzung nutzte. Auch dies alles ganz ohne Worte. Es war ein interessanter Versuch und sicherlich für das ein oder andere Hund-Mensch-Team machbar, jedoch nicht für Nikan und mich.

Viel wichtiger scheint mir zu sein, seinen Hund genau zu beobachten und herauszufinden, wie er etwas macht.


Der Hundehalter beeinflusst das „Wie“

Es ist unumstritten. Meist ist der Hundehalter Schuld daran, wie ein Hund reagiert und agiert.
Bin ich von Tagesanbruch an mies gelaunt, habe Stress sowie körperlich und psychisch verspannt, wirkt sich dies immens auf meinen Hund aus! Diese Tatsache könnte ich mit vielen Beispielen, die ich mit Nikan bisher erlebt hatte, unterstreichen. Im negativen sowie im positiven Bereich.

Für uns Hundehalter ist es bedeutungsvoll, wie unsere Energie ist. Ein wichtiger Punkt, der sicherlich nicht einfach umzusetzen ist. Ich denke dabei an viele Menschen, die in ihrem Job großen Stress und Ärger ausgesetzt sind.

Jedoch sollte man sich als Hundehalter vielleicht nicht mit einer Erziehungsmethode anfreunden, die bei der Durchführung mehr Stress und Anspannung bedeutet, als weiße Energie.
Hier ein kleines Beispiel:
Wenn eine Hundehalterin berichtet, sie habe ihre Hunde stets im Griff, sodass sie zu hundert Prozent folgen würden, jedoch wäre dies für sie täglich eine nervenaufreibende Sache, dann wirkt sie offensichtlich auf die Hunde mit einer schwarzen/angespannten Energie ein. Denn würde sie nicht dementsprechend handeln, so würden ihrer Worte nach, ihre Hunde aggressiv und angriffslustig werden. Daher die stetige Anspannung. Keine gute Ausgangslage.


Dies sind wiederum Beispiele, die mir zeigen, dass ich solch eine Hund-Mensch-Beziehung mit unbedingt vermeiden möchte.
 
Für mich ist es von großer Wichtigkeit, keinen Versuch auszulassen, um möglichst jeden Tag meine schlechten Energien abschütteln zu können, damit ich meinen Tag mit einer entspannten und harmonischen Hund-Mensch-Beziehung beginnen kann. Natürlich bedeutet dies wiederum eine große Herausforderung für mich, wenn mein Enkel bei mir ist. Doch speziell an diesen Tagen ist es ebenso für meinen Enkel, für meinen Hund und mich von großer Wichtigkeit, entspannt zu sein. Ob und wie mir das gelingt, erzähle ich euch das nächste Mal.

Bis dahin

Liebe Grüße

Angela